Römhilder Kästchen, um 1558

© Museum für Franken, Fotograf: H.J. Wiehr

Das Bild zeigt ein Römhilder Kästchen, das vermutlich aus dem Jahr 1558 stammt. In diesem Jahr wurde in Würzburg der Fürstbischof Melchior Zobel von Giebelstadt ermordet.

Das Kästchen erinnert an ihn durch die Inschriften. Auf der Vorderseite des Kästchens sind die Wörter „FRANKONIA“ und „WIRZBURG“ zu lesen, auf den Schmalseiten „ZWINGENBURG“, „COLLENBERG“, „ZOBEL“ und „KREILSHEIM“. Zudem ist auf der Vorderseite über dem Schlüsselloch die Jahreszahl 1558 zu sehen.

Neben den Inschriften zeichnet sich das Kästchen dadurch aus, dass es mit Auflagen aus teilweise vergoldetem und farbig gefasstem Alabaster verziert ist. Zudem sind auf der Vorderseite noch in der linken Nische das fränkische Rechen und in der rechten Nische das Würzburger Fähnlein zu sehen.

„Römhilder Kästchen“ wurden v.a. im 16. und 17. Jahrhundert In der Gegend Römhild hergestellt, es wurden aber auch Kästchen aus dem 14. Jahrhundert belegt.

Das Objekt wurde durch den Historischen Verein von Unterfranken und Aschaffenburg erworben und wird heute im Museum für Franken aufbewahrt.

Literaturhinweis: Schneider, Erich: Möbel mit Geschichte(n). Von Riemenschneiders Würzburger Ratstisch bis zum „Thron“ des letzten Markgrafen von Ansbach, Oppenheim am Rhein 2019, S. 34-36.

Zurück