Die (Un-)Klarheit der Kontur: Das Ornament der Rocaille in der Würzburger Residenz im Kontext der (Un-)Klarheit der Aufklärung

Am Donnerstag, den 08. Juli 2021, durften wir einem spannenden Online-Vortrag von Dr. Barbara Hunfeld zum Thema „Die (Un-) Klarheit der Kontur: Das Ornament der Rocaille in der Würzburger Residenz im Kontext der (Un-) Klarheit der Aufklärung“ lauschen.

Gemeinsam bestritten wir einen virtuellen, von Bildern begleiteten Rundgang durch die Residenz. Wir starteten im Kaisersaal konnten abseits der üblichen Wege Details erkennen, die sonst nur aus dem Augenwinkel sichtbar sind, denn „man sieht es und man sieht es nicht“. Das Ornament der Rocaille ist das Hauptornament des Rokokos und wird hauptsächlich im Stuck verarbeitet, es ist aber auch auf Bildern zu sehen. Die Grundform der Rocaille, die auch Muschelwerk genannt wurde, ist ein geschwungenes ‚c‘, das sich kräuselt, einrollt und ausfranst und Zacken, Fortsätze, Ranken, Blätter, Triebe, Zweige, Muscheln sowie Blüten bildet. Die Rocaille kommt niemals zur Ruhe. Dabei sprengt sie ihre eigentliche Aufgabe als Verzierung, und narrt ihren Betrachter, da sie einerseits so klar, aber auf der anderen Seite auch so unklar zu verstehen und interpretieren ist.

Der Weiße Saal entstand zur Hochzeit der Rocaille, dort ist sie allgegenwärtig. Ein besonderes Beispiel ist die Darstellung von Göttern, Putten und einem Drachen an der Decke des Weißen Saals.

Wir bedanken und bei Frau Dr. Barbara Hunfeld für den eindrucksvollen Vortrag, der allen Teilnehmern einen tieferen Einblick in die Welt der Rocaille und der Residenz geschenkt hat.

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