Geschichte von oben? Die Historischen Kreisvereine im Königreich Bayern

Uhr

Tagungsraum A des Mutterhauses der Kongregation der Schwestern des Erlösers
(Domerschulstraße 1, 97070 Würzburg)

Ruine der Burg Bocksberg (Lkr. Dillingen), ca. 1830. StadtAA (Vereinsarchiv) 71. (Foto: Gregor Jakob)

Gregor Jakob Doktorand am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München

König Ludwig I. gilt gemeinhin als Gründungsvater der Historischen Kreisvereine. Mit ihrer Hilfe, so die herrschende Meinung, sollte ein gesamtbayerisches Nationalgefühl innerhalb des noch jungen bayerischen Königreichs geschaffen werden. Doch waren die Vereine mit ihren vermeintlich halbamtlichen Strukturen tatsächlich bloße Instrumente des Staates?

Am Beispiel des Historischen Vereins für Schwaben und Neuburg untersucht der Vortrag, welche eigenen Interessen die Mitglieder verfolgten, wie sie staatliche Strukturen und Ressourcen für ihre Zwecke nutzten und welche Handlungsspielräume ihnen im Königreich Bayern offenstanden. Kritisch hinterfragt wird ebenso die Geschichtsschreibung des Vereins – was für ein Geschichtsbild wurde vermittelt, welche historischen Epochen und Räume standen im Mittelpunkt der Erzählung und inwieweit wirkte die vereinsbetriebene Historiographie tatsächlich integrativ im Sinne eines gesamtbayerischen Nationalgefühls?

Zur Diskussion steht schließlich die Frage, inwiefern sich die Befunde zum schwäbischen Kreisverein auf dessen Schwestervereine übertragen lassen – darunter der Historische Verein von Unterfranken und Aschaffenburg.

  • Treffpunkt: Vor dem Café Mares (Domerschulstr. 1)
  • Teilnehmerzahl: 50 Personen
  • Anmeldung erforderlich: ab sofort bis zum 6.1.2027, (schriftlich, per E-Mail unter info@freunde-mainfranken.de oder über unsere Homepage).
  • Kosten: keine
  • Dauer: ca. 90 Minuten